Ein älterer Januar-Bub und ein jüngeres Dezember-Meitli sitzen oft in derselben Klasse – dabei kann zwischen ihnen fast ein ganzes Jahr liegen, obwohl sie offiziell als gleich alt gelten.
Seit Langem nimmt die Bildungsforschung genau das unter die Lupe: Macht der Geburtsmonat Kinder wirklich „schlauer“ oder „schwächer“ – oder prägen Schule und Erwachsene vor allem, wie ihre Fähigkeiten wahrgenommen werden? Hinter dieser Überlegung steht ein spannender, gut belegter Zusammenhang, der in vielen Ländern messbar ist und sich in Noten, Empfehlungen und sogar im Selbstvertrauen von Kindern niederschlägt.
Was Fachleute unter dem „Effekt der relativen Alterslage“ verstehen – und wie er den Geburtsmonat in der Schule sichtbar macht
In den meisten Schulsystemen gibt es einen Stichtag: Alle Kinder eines Jahrgangs kommen in dieselbe Klassenstufe – unabhängig davon, ob ihr Geburtstag im Januar oder im Dezember liegt. So kann der Abstand zwischen dem ältesten und dem jüngsten Kind in einer Klasse bis zu 364 Tage betragen, was im Kindergartenalter enorm viel ist.
Psychologinnen und Bildungsforscher bezeichnen dieses Phänomen als den Effekt der relativen Alterslage.
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